Unser Feuerwehrhaus, nach dem Zubau 2003
Feuerwehr-Notruf 122
Bereitschaftshandy 0676/ 3515911
CHRONIK
4. Mai 1899 Löschcorps der FF St. Georgen im Attergau
1910 wurde das Erste Feuerwehrhaus gebaut.
1911 Selbsständigkeit unter Kommandant Schneeweiß Josef von 1911- 1936
1931 Kauf von Klein Florian Type P12
Bis 1938 waren wir Selbstständig, in den Kriegsjahren wurden wir wieder bei der St. Georgener Feuerwehr geführt.
Ab 7. Februar 1949 sind wir wieder Selbstständig mit den Ortschaften Wildenhag, Innerlohen, Stöttham und LOHEN.
1950 wurde der Löschteich ausgegrabeen und Fertiggestellt.
1954 Kauf der Tragbaren Motorspritze Type R75.
1955 Spritzensegnung
1957 Erste Mal Bewerb gestartet.
1960 Ankauf eines Tragkraftspritzenanhängers TSA/750
1963 Kauf eines Grundstückes für ein neues FF Haus.
1966 Kauf der Sirene Typ FS8
1969 Kauf einer VW Automatik
1975 Gründung einer Gugendgruppe
1977 Landessieger Jugend
1980 Kauf des Autos, KLF Typ VW LT 325.
1981 KLF Segnung
1984 Ausbau des Mannschaftsraumes und Garderobe.
1994 Kauf einer Fahne und Fahnensegnung.
1999 Vertragsunterzeichnung für Grundkauf für FF Haus Zubau.
1999 Baubeginn des Zubaus.
2001 Einweihung des Zubaus.
2001 Gründung einer Jugendgruppe.
2008 Kauf einer Tragkraftspritze Iveco Magirus TS 12/10 der Firma Lohr.
2009 Segnung der neuen Spritze.
2011 100 Jahr Feier
7. Juni 1899
Brand
Über diesen Brand berichtet die Feuerwehr der Gemeinde Wildenhag wie folgt:
Die gefertigte freiwillige Feuerwehr erlaubt sich entsprechend dem § 12 des Statutes über den Brand am 7. Juni vom Anwesen des Anton Kletzl in Aich nachstehenden Bericht zu erstellen. Als die Feuerwehr, durch Hornsignale alarmiert, circa 5 ½ Uhr früh am Brandplatz ankam, standen Wohnhaus und Auszugshaus in vollen Flammen und konnte an eine Rettung der Baulichkeiten oder Fahrnisse (bewegliche Habe) nicht mehr gedacht werden. Zur Sicherung der sehr bedrohten Nachbarhäuser war bereits von den dortigen Bewohnern durch Bedecken der Ledschindeldächer mit Frischgeschnittenem Gras Vorsorge getroffen worden, so dass die Feuerwehr ihre ganze Kraft auf die Dämpfung der brennenden Objekte verwenden konnte und nur Schutzmannschaften auf die bedrohten Bächer beorderte. Bei dem herrschen Wassermangel war aber das Löschen eine sehr langsame Arbeit. Die besten Saugspritzen arbeiteten infolge der großen Saughöhe an den Brunnen ungleichmäßig und doch waren die Brunnen innerhalb kürzester Zeit leer.
Den sehr gut bedienten Spritzen der Filialen Wildenhag und Alkersdorf konnte nicht genug Wasser gereicht werden bis die Abgrotz (?) spritzen zur dürren Ager gebracht war, war dann durch eine 280m lange Schlauchlinie bei circa 30 m Neigung abwechselnd die Spritze der Filialen Wildenhag und Straß gespeist worden. Bei der Ankunft der Saugspritze von Kogl und der Gemeindespritze von Alkersdorf wurde die erstere bei der so genannten „Aichinger Reibe“ in die dürre Ager gestellt und mit einer circa 300m langen Schlauchlinie die am Felde postierte Alkersdorfer Spritze gespeist, welcher wieder in einen mehr als 100m langen Schlauchlinie das Wasser zur Unglücksstätte lieferte.
In Arbeit waren 5 Löschmaschinen der Feuerwehr: I. die Knaust’sche (?) Saugspritze, II. die
Gugg’sche Abgrotz (?)spritze, III. die von der Gemeinde der Filiale Wildenhag überlassene
sogenannte Konkurrenzspritze, IV. die von der Marktkommune der Filiale Alkersdorf überlassene große Spritze, V. die Spritze der freiwilligen Feuerwehr Straß in Summe mit 86
Feuerwehrmännern. Ferner VI. die gut geleitete Saugspritze der hilfsbereiten Alkersdorfer.
Die Schlauchlinie, welche die Spritzen von Kogl und Alkersdorf bildeten, arbeitete 3 Stunden
kontenuirlich und trug viel zur Dämpfung der Brandstätte bei, musste aber wegen Mangel an
Pumpmannschaft die Arbeit einstellen. Die Schlauchlinie mit Abgrotz (?) spritzen hatte bis 3 Uhr Nachmittag vollauf zu tun den Feuerherd zu löschen und auch den Keller unter Wasser zu
setzen, um den noch geretteten Obstmost vor zu starker Erwärmung zu schützen. Auch bei der Schlauchlinie mangelte es vielfach an Druckmannschaft, da bei dieser großen Schlauchlinie und hohen Steigung die größte Inanspruchnahme der Pumpmannschaft erforderlich war.
Nach vollkommen abgelöschter Brandstelle rückte der Rest der Mannschaft um 4 Uhr Nachmittag ein.
Anerkannt muß werden, dass die Dezentralisierung der Feuerwehr sich in diesem Falle bewährte und die Löschmaschinen aller drei Filialen rasch am Brandplatze ankamen und von der Mannschaft fleißig bedient wurden, besonders ist es die gut geschulte Filiale Straß, welche stets mit großem Eifer und Ausdauer ihrer schweren Pflicht obliegt. Bei diesem Unglück stellte sich wieder heraus, dass alle maßgebenden Faktoren durch Behebung und Unterstützung dahin wirken sollten, Wasserbassins überall dort zu errichten, wo für den Fall eines Unglücks n u r Brunnen oder so genannte kleine Hauslacken vorhanden sind auf welche aber im Unglücksfall nie zu rechnen ist. Nur entsprechend große Wasserreservoirs können Schutz gewähren, ohne diese sind die vortrefflichsten Maschinen, die besten Einrichtungen und die größte Selbstopferung der Mannschaft lahm gelegt.
die gefertigte Wehr kann ihren Bericht nicht Schließen ohne zuvor der löbl. Gemeinde , besonders dem Herrn Bürgermeister für die zur Unglücksstätte gesandten Arbeitskräfte zu danken und zu bitten in ferneren Unglücksfällen, vor welchen uns der liebe Gott für lange Zeit beschützen wolle, die Feuerwehr durch Zuweisung von Arbeitskräften zu unterstützen.
Freiw. Feuerwehr St. Georgen am 8.6. 1899
4. Mai 1900 Floriani
Getreu der alten Sitte das Fest des Schutzpatrons der Feuerwehr würdig zu begehen hielt sie zum Festgottesdienst Parade.
Nachmittag machte die Wehr obwohl es den ganzen Tag regnete, einen Ausflug nach Wildenhag wobei ihre Spritze geprobt wurde und die Erbauung eines Depots angesagt wurde.
Am Florianitagist für die freiwillige Feuerwehr Festgottesdienst. Versammlung um ½ 7 Uhr früh bei Herrn Rosenauer. Nach dem Festgottesdienst Feuerwehrübung wozu die Steiger ihre Zwillich Monturen mitzunehmen haben. Nachmittag Ausflug zur Filiale Wildenhag.
29.4.1900
Freiwillige Feuerwehr
Wildenhag
